Qualburg wurde auf den Fundamenten einer spätrömischen Siedlung gegründet, die auf der hochwasserfreien Geest lag und wohl erst unter Kaiser Julian (355-363) nach einem verheerenden Frankeneinfall befestigt wurde. Nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches fielen die eroberten und verwüsteten römischen Kastelle an die fränkischen Könige. Diese schenkten die Plätze vielfach der Kirche. Der Schutzheilige der Frankenkönige war der hl. Martin (317-397), nächst den Apo-teln der wichtigste Heilige der fränkischen Kirche. Ihm wurde die Kirche im römischen Kastell von Qualburg geweiht. Mit dem im Jahre 359 genannten "Quadriburgium" wird allgemein Qualburg identifiziert.

Der Name Qualburg reicht somit bis an den Beginn unserer Zeitrechnung heran. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass der Ort damals an einem schiffbaren Seitenarm des Rheines gelegen hat. Doch war der Hauptstrom auch in der römischen Zeit jenseits des Erfgen. Die Kirche von Qualburg verbindet die Antike mit der Gegenwart. Unter ihrem Boden liegen mit Sicherheit noch unentdeckte wichtige Zeugnisse zur Geschichte von Qualburg. Seit 2002 besitzt Qualburg ein eigenes Wappen. In Qualburg leben heute 980 Bürger.

In Qualburg wurde vor einigen Jahren ein Geburtenwald (Rastplatz für Radler und Naturfreunde) angelegt, in dem für jedes neugeborene Kind durch die Gemeinde ein Baum gepflanzt wird.